WIR MACHEN UNS STARK FÜR BONN!

Klärschlammverbrennung: Aus Umweltgründen nicht in Bonn!

Liebe Bonnerinnen und Bonner!

Die Bundesregierung hat eine Veränderung in der Behandlung von Klärschlamm beschlossen. Klärschlamm ist das, was übrig bleibt nachdem unser Abwasser geklärt und gereinigt wurde. Nach der neuen Regelung, muss der Klärschlamm in Zukunft so behandelt werden, dass ihm der Wertstoff Phosphor entzogen werden kann. Bis 2029 sollen die Neuerungen umgesetzt werden.

In unserer Region, haben sich die Stadtwerke Bonn (SWB), die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, der Wasserverband Eifel-Rur und der Erftverband zu einer Kooperation zusammen gefunden. Ihr Ziel ist es an einem Standort in NRW den gesamten Klärschlamm der Region zu verwerten, in der sogenannten Kooperationslösung. Zurzeit, ist ein Standort bei Düren im Gespräch.

Die Stadt Bonn prüft nun drei Handlungsmöglichkeiten:

1) der Klärschlamm der Region wird bei Düren oder einem anderen Ort in NRW verbrannt. Damit würde der Bonner Klärschlamm nicht mehr in Bonn verarbeitet.
2) Bonn schert aus der Kooperation aus und verbrennt seinen Klärschlamm selber, in einer neu zu bauenden Anlage entweder am Salierweg oder bei der Müllverwertungsanlage (MVA) in Endenich.
3) Eine Konzentration auf den Standort der Bonner MVA. Diese Variante beinhaltet den Neubau einer Verbrennungsanlage bei der MVA in Endenich, innerhalb der Umweltzone. Der Klärschlamm aus der Region wird nach Bonn zur Verbrennung gebracht.

Die Abwasserverbände der Region haben mehrmals dem Bonner Rat zeitlichen Aufschub gewährt, damit er entscheidet, ob man sich einer gemeinschaftlichen Lösung außerhalb des Bonner Stadtgebiets anschließt. Aus unerklärlichen Gründen hat die Ratskoalition dieses Thema immer wieder vertagt, ohne dafür Gründe zu benennen.

Heute ist klar, dass von einer freien Entscheidung des Rates nicht mehr die Rede sein kann. Der Aufsichtsrat der SWB hat bereits einer großen Lösung bei der Bonner MVA zugestimmt. Wie es scheint, will die Ratskoalition den Großanlagenbau in Bonn Endenich ebenfalls erzwingen, in dem man alle Termine für eine andere Lösung verstreichen lässt und jegliche Diskussion zu diesem Thema im Rat und Ausschüssen schlicht verweigert. Wie es scheint, soll mit dieser Methode der Neubau einer Klärschlammverbrennungsanlage bei der MVA in Endenich realisiert werden.

Was heißt das nun für uns?

- In Bonn werden am Salierweg bisher 8000t Klärschlamm verbrannt. Am neuen Standort kommen in Zukunft mindestens 27000t dazu. D.h., 35000t Klärschlamm werden mitten in der Stadt verbrannt.
- Der Transport aus der Region führt zu mindestens 60 Lkw Fahrten täglich zur neuen Verbrennungsanlage.
- Diese Verbrennung wird innerhalb der Umweltzone stattfinden.
- Offizielle Grenzwerte werden bei der Verbrennung eingehalten. Da es sich um einen neuen Zusätzlichen Vorgang hält, wird es trotzdem mehr Schadstoffbelastungen geben als vorher.
- Es wird zu Geruchsbelästigungen kommen.
- Die Stadt plant sehr große Wohn- und Bürogebiete in unmittelbarer Nähe zur MVA. Die Straßenkapazität wird nicht angepasst. Zusammen mit dem zusätzlichen Lkw-Verkehr ist das Verkehrschaos vorprogrammiert.
- Die Abwassergebühren sollen sinken. Allerdings macht das Abwasser nur ca. 5% der Gebühr aus. Für ein Durchschnittshaushalt mit vier Personen bedeutet das gerade mal 7€ weniger.
- Bei Inversionswetterlagen können die Abgase nicht sauber abziehen und werden nach unten gedrückt. Die Folge: belastete Luft. Eine Inversionswetterlage kommt in Bonn ca. 50- bis 60-mal im Jahr vor.
- Im Umkreis von 5 Km der MVA leben ca. 220 000 Menschen. Das bedeutet ca.70% der Bonner Bevölkerung ist durch die neue Belastung betroffen.
- Aussagen über die zukünftige Dimension der neuen Anlage sollte man nicht vertrauen. Die MVA wurde ursprünglich als ein Projekt gebaut, welches nur den Bonner Hausüll verwerten sollte. Heute stammen 70 000t aus Bonn und 165 000t aus der Region.

Für den Inhalt verantwortlich: Bürger Bund Bonn e.V.
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